Namen, Schicksale, Lebensläufe

Hinter den Zahlen tausender Menschen, die aus Stuttgart deportiert und ermordet wurden oder denen – oft um Haaresbreite – die Flucht ins rettende Ausland gelang, stehen individuelle Schicksale: Menschen, die eine anerkannte Stellung aufgeben, ihre Heimat und Freunde verlassen, deren Familien auseinander gerissen werden, denen Hab und Gut geraubt wird, die in Lagern und Gefängnissen leiden, die helfen können und denen geholfen wird. Menschen, die aus Verzweiflung den Freitod wählen oder erschlagen, erschossen, vergast werden.

Mit rund fünfzig Kurzbiografien stellen wir einen ausgewählten Querschnitt an Lebenswegen aus der »Zeit der Verfolgung« in den Jahren 1933 bis 1945 vor. Weitere Biografien zeigen Täter und Mitläufer, die in dieser Zeit in Württemberg in unterschiedlichen Funktionen schuldig werden.